3-Minuten-Kirche am 28. Juli 2021

 

 

 

In diesem Sommer blühen in unserem Garten viele verschiedene Sonnenblumen. Ausgesät vom Vogelfutter, das in die Erde gefallen ist. Ich liebe Sonnenblumen. Eine Sonnenblume richtet sich immer nach der Sonne und strahlt selbst in dieser herrlichen gelben Farbe. Manchmal möchte ich auch so sein wie eine Sonnenblume und mich nicht nur der Sonne, sondern vor allem Gott zuwenden, der mein Leben hell macht und mich strahlen lässt.  

Dann kann ich die Schatten des Lebens hinter mir lassen, Schuld und Unzulänglichkeiten loslassen. Das ist nicht immer so einfach. Manchmal sind die Schatten stärker und das Leben läuft nicht immer geradeaus, da gibt es auch den ein oder anderen Knick. Aber auch dabei hilft mir der Blick auf die Sonnenblume. Ich weiß nicht, ob Sie schon einmal gesehen haben, was passiert, wenn die Sonnenblume einen Knick bekommt. Natürlich hängt sie zunächst mit dem Kopf nach unten, aber trotzdem lässt sie nicht die Blüte hängen oder verdorrt. Wie durch ein Wunder wächst sie dann trotzdem wieder nach oben und die Blüte richtet sich wieder nach der Sonne. Die Kraft der Sonne richtet die Blume wieder auf. So kann es auch in meinem Leben sein. Da geht es nicht ohne den ein oder anderen Knick: eine große Enttäuschung, Krankheit oder der Verlust eines geliebten Menschen. Oder vielleicht auch, weil ich einen Fehler gemacht habe, der sich nicht so einfach wieder gutmachen lässt. Aber ich kann mich wieder aufrichten lassen, von Gott, von Gottes Liebe. Ich muss nicht den Kopf hängen lassen und verzagen. Wenn ich mich nach Gott ausrichte, dann kann er mich auch wieder zum Blühen bringen, wenn ich geknickt bin. Deshalb erinnern mich die Sonnenblumen im Garten oder auf den Feldern immer wieder daran: Gott macht mein Leben hell und richtet mich immer wieder auf.

Ich wünsche Ihnen in diesem Sommer viele helle Momente, in denen Sie sich wieder aufrichten lassen, wenn etwas nicht so gut gelaufen ist und sich in Gottes Liebe getragen wissen können.

Ihre Pastorin 

                             

 

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Monatsspruch Oktober 2021

Lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken.
(Hebr 10,24)
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